Normalerweise hätten wir die Turniereinladung ablehnen müssen. Stecken wir doch mitten im Technik- und Taktiktraining als Vorbereitung für das „battle of Gera“ am 13.09.2010. Aber wenn der Kuchen ruft, haben die Krümel Sendepause. Und der Kuchen ist niemand geringeres als unserer Mutti aus Berlin und die feierte auch noch ihren 50.!!!
So beschlossen wir also eine Trainingspause und machten uns auf den Weg nach Bärlin zum Jubiläumsturnier zum 50. Geburtstag der BSG BfA Berlin Abteilung Volleyball. Gespielt wurde das 1-Tagesturnier in der legendären Nebenhalle der noch viel legendäreren Max-Schmeling-Halle. Zum Glück wurde das Turnier nicht in der großen Halle gespielt. Vor lauter Pipi in der Hose hätten wir keinen Ball über das Netz bekommen. Aber auch die „kleine“ Nebenhalle war für uns „Dörfler“ mal was anderes: für 6 Felder nebeneinander muss man in Gera schon lange suchen und wird nix annähernd vergleichbares finden. Wir erweiterten (natürlich) das 1-Tagesturnier mit der Anreise am Freitag und der Abreise am Sonntag. So bestand am Freitag- und Samstagabend die Möglichkeit den Teamgeist bei mehreren kleinen Kaltschalengetränken auf Gerstenbasis zu vertiefen (Anmerkung des Autors: dies wurde auch reichlich genutzt).
Da das Turnier ein Einladungsturnier war, kam auch ein sehr illustres Teilnehmerfeld zu Stande:

Unglaublich beeindruckend, nicht wahr?!?
Wir waren in der Gruppe C mit den Molinaris (Endergebnis: Platz 2), den BKA Jungs (und Mädels), der LVA Westfalen und der Siemens Mannschaft. Da die Auslosung schon im Vorfeld und ohne Zutun der Mannschaften durchgeführt worden war, konnte man den, für unser sonstiges Lospech Schuldigen, „Käse“ diesmal nicht verantwortlich machen. Und wie es so ist: hat der Käse mal nicht die Finger im Spiel, schon läuft es (Frage an mich selbst: Sollte mir das zu denken geben?) – die Mannschaft der Siemens AG trat nämlich gar nicht erst an (ob aus Angst vor uns oder fehlendem Bestechungsgeld weiß man nicht genau) und so waren auf dem Papier her schon mal mind. vierter in unserer Gruppe. Wir bestätigten (natürlich) auch in der Praxis die Theorie und schwebten, denkbar knapp, nach der Vorrunde auf Gruppentabellenplatz vier ein.
Dank der Siemens Angst waren wir also nicht in die Loosergruppe (die Vorrundenletzten spielten in einer Gruppe die Plätze 17-20 aus) und waren so zumindest schon mal 16. Wenn es nur bei jedem Turnier so einfach wäre :-). In der Zwischenrunde spielten wir gegen die dritt- und viert- Platzierten der anderen Gruppen und wurden immerhin zweiter in der Zwischenrunde. Unsere Gegner waren die „Allstars“, „Porta Westfalica“ und die Mannschaft „United“ aus Kiel. So spielten wir schließlich das alles und entscheidende Spiel um Platz 11 gegen die Känguruhs aus Erfurt(-Noooord). Ein thüringisches Derby mitten in Berlin! Wir freuten uns – doch die Freude hielt nicht lange: Mit einer knappen Satzniederlage nach Punkten verabschiedeten wir uns (immerhin) als 12. aus dem Turnier.
Fazit, Ausblick und alles Weitere:
Berlin – dumdim - du bist so wunderbar – Berlin – dumdim. Wir können das bekannte Lied über unsere Hauptstadt nur bestätigen: schön war’s in Bäääärlin! Das Turnier was spitze organisiert, die teilnehmenden Mannschaften waren größtenteils sympathisch und Berlin als solches war mal wieder schön zu erleben. Unser Hotel, was eigentlich ein Hostel ist, lag verkehrsgünstig in Prenzl Berg (wie wir Berliner zu sagen pflegen
) und wir hatten dadurch für die beiden Ausgehabende reichlich Möglichkeit dies auch zu tun. Überhaupt ist bei solchen Wochendausflugsturnieren das „Drumherum“ fast noch wichtiger als das eigentliche Volleyballgespiele. Neudeutsch würde man es auch Teambuilding nennen. Unter diesem Aspekt betrachtet kann man sagen: es war ein erfolgreicher Ausflug.
Betrachten wir den sportlichen Aspekt: Wir kommen mit unserem Spielsystem und unserem technischen Niveau so langsam aber sicher in einem Bereich an, wo es kaum noch Platz nach oben gibt. Positiv daran ist zumindest, dass wir mittlerweile ein recht stabiles und relativ konstantes Spielniveau in Turnieren an den Tag legen. So richtige Aussetzer (ich meine damit sooooo richtige Aussetzer) haben wir heutzutage kaum bis fast gar nicht mehr. Man merkt auch deutlich die wachsende Turniererfahrung und die dadurch merklich verbesserte Sicherheit in bestimmten Spielsituationen. Positiv ist auch zu erwähnen dass wir uns durch die fehlenden Schiedsrichter (die Mannschaften haben strittige Punkte selbst ausdiskutiert) in keinster Weise aus der Ruhe haben bringen lassen. Ein besonders großen Lob an dieser Stelle an den Sportskamerad Micha aka. „Panzer“ für seine Ruhe
. Allerdings wird es schwer werden, auf Grund besagtem Spielsystem und techn. Niveau, in Zukunft größere Erfolge zu feiern. Hier kann nur über ein verbessertes Training und ausreichende Motivation aller (!) Mitspieler hart daran gearbeitet werden. Aber auch das wird uns gelingen – ich bin mir sicher!
Aus Sicht des „battle of Gera 2010“ hatte der Berlin Ausflug aber doch etwas Negatives: Dorle und Björn verletzten sich beim Kampf um den Ball. Bei Björn riss eine alte Sprunggelenksverletzung wieder auf und Dorle holt sich einen Bluterguss bei dessen Farbspiel französische Impressionisten des 19. Jhr. in Begeisterungsdauerjuchzen ausgebrochen wären. Bei beiden bleibt aber die sachliche Erkenntnis: Einsatz ungewiss…
Trotz aller Personalprobleme (unser Letztjähriger Traumsturm ist auch nicht dabei) werden wir uns den Spass und Laune am battle nicht nehmen lassen – wir freuen uns darauf und sind, nach wie vor, guter Dinge.
P.S.: Wir suchen noch einen fähigen Torhüter – Angebot bitte an
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– wir nehmen auch jeden ![]()
Die Statistik:
Gespielt wurden zwei Sätze a 10 Minuten
Vorrunde:
Molinaris – BSG BfA Gera 2-0 (18:12; 21:11)
BKA – BSG BfA Gera 1,5-0,5 (16:16; 19:12)
BSG BfA Gera – LVA Westfalen 1:1 (14:16; 20:10)
Zwischenrunde:
Allstars – BSG BfA Gera 2-0 (18:13; 19:12)
Porta Westfalica - BSG BfA Gera 1-1 (15:14; 14:17)
United – BSG BfA Gera 0-2 (13-20; 13:16)
Spiel um Platz 11:
Kängeruhs – BSG BfA Gera 1-1 (16:17; 23:14)
Mannschaft: Christin, Doreen, Roy, Dirk, Thomas, Micha, Björn, Alex, Käse
Fans: Mike; Zeitweise Jan & Carsten (sogar mit Klatschelementen!), Ronny R. (Fussballspion!) + Bruder
Hier noch ein paar Bilder (zum Vergrößern einfach anklicken).
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Kommentare
Ein Lob auch an den Autor für die schnelle Berichterstattu ng!
Aber so wie der Royminator auf Bild 8 werd ich nie angehimmelt...