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Turnier beim VC Ottobrunn (07./08.05.2011)

Volleyball

Platz 49 beim Münchenausflug

Schwere Verletzung trübt positive Gesamtentwicklung...

 

 

Zum dritten Mal in Folge fuhren die Volleyballer der BSG BfA Gera auch in diesem Jahr wieder zum „Internationalen Volleyball-Freizeitturnier“ des VC Ottobrunn vor den Toren Münchens. In diesem Jahr nahmen erstmals 90 Mannschaften (bisher immer 75) in sechs Hallen teil. Laut Veranstalteraussagen „das größte Turnier im Süddeutschen Raum“. Na wenn das mal nix ist. Das Teilnehmerfeld war dementsprechend auch bunt gemischt: neben vielen Mannschaften aus dem Großraum München, nahmen auch einige Mannschaften aus anderen Regionen Deutschlands (z.B. Baden Württemberg, Saarbrücken, Hessen) teil. Die Ostdeutsche Fraktion komplettierten die Mannschaften aus Dresden, Plauen und von den Kängurus aus Erfurt. Zumindest die Plauener sollten uns auch das Turnier über begleiten. Der „Internationale“ Charakter wurde durch Mannschaften aus Tirol, aus der Schweiz und aus Innsbruck geprägt. Da das Turnier als „Freizeit“turnier ausgeschrieben war, nahmen auch viele Mannschaften mit z.T. witzigen Namen teil. Meine pers. Top 10:

1. Nimm’n Du
2. Lass’n mir (ein Verein mit zwei Mannschaften)
3. 6 mit 3 Frauen
4. Robben ohne Geschmack
5. Die Schnittlauchbrote
6. Baggerbären
7. Die Alkoholiker mit dem Volleyballproblem
8. Schnarchzapfenkommando
9. Team Voltaren feat. Mulbinde
10. die Blutige Hand am Sacke des Kalifen

Bei letztgenannter Mannschaft würde ich kein Shake-Hands nach Spielschluss machen! Unser Tarnname war wie immer Anti-Einsatz-Truppe. Ist jetzt nicht so der Brüller – aber was willste machen wenn die kreativen Namensfindungsköpfe bei der Namensfindung nicht zugegen waren?

Der Spielmodus war wie immer bei diesen Turnier, nun sagen wir, etwas „komisch“: Gespielt wurde im 2/4 Mixed Modus, d.h. zwei Frauen hatten immer zu spielen. Es wurden zwei Sätze gespielt. Der erste Satz ging bis 21 und der zweite Satz wurde auf Zeit gespielt. Für beide Sätze gab es eine Gesamtzeit von 21 Minuten am Samstag und 23 Minuten am Sonntag. Dieser Modus ist wirklich äußerst „blöd“. Ein Beispiel gefällig?: Wir gewannen in einem Spiel den ersten Satz nach harten Kampf mit 21:18 und dann den zweiten Satz mit 4:5 zu verlieren! Warum nicht einfach 2 Sätze a 10 Minuten?!? Die Vorrunde bestand aus vier Mannschaften, danach gab es eine Zwischenrunde mit sieben Mannschaften. Dieser Modus galt wohl dem „Durchmischen“ der Mannschaften. Nun gut, wenn’se halt so wollen…

Wir waren, wie die letzen beiden Jahre auch, der Halle 2 zugeteilt und bekamen es im ersten Spiel mit der Mannschaft H&L aus Plauen zu tun. Ein Derby gleich zu Beginn und das bei 90 Mannschaften! Welch ein Zufall. Wir gewannen zur Abwechslung mal das erste Spiel in einem Turnier knapp mit 25:23 Punkten. Im zweiten Spiel des Tages war die Mannschaft „Bämily“ aus Hessen (Landesauswahl?) unser Gegner. Diese Mannschaft war alles – nur kein Freizeitteam. Nachweislich ist es für uns kein Problem wenn Gegner besser oder stärker sind, mehr Glück und Nerven haben und ein technisch und kämpferisch besseres Volleyball spielen. Aber was diese „Mannschaft“ aus Hessen gezeigt war alles andere als sportlich, Freizeitmäßig und fair. Unserer Gastspielerin Tabea (eine Bekannte vom Royminator) wurde zwei (!!!) Mal der Ball mit voller Wucht in’s Gesicht geschlagen. Beim ersten Mal ging es nach kurzer Taumelei weiter, nach dem zweiten Volltreffer ins Gesicht und Blut auf dem Parkett war das Turnier für sie beendet. Die Diagnose aus dem Krankenhaus: Prellung des Nasen- und Jochbeines, Quetschung des Sehnervs und eine leichte Gehirnerschütterung. Toll gemacht! Es ist wirklich kein Problem die Bälle auf die 3 Meter Linie zu donnern, aber einer Frau die Bälle mit voller Wucht auf Kopfhöhe zu schlagen, grenzt schon an fahrlässiger Körperverletzung und hat bei einem Freizeitturnier nichts verloren. Erst Recht nicht wenn man schon beim ersten Ballwechsel erkennt das die Gegner (wir) nicht wirklich wissen was sie da tun. Wenn dann noch in den Spielpause solche Sätze fallen wie „wann können wir endlich mal zeigen was wir können“ hört dort nicht der Spass auf – der hat da noch nicht einmal begonnen. Wo ist unser Panzer wenn man ihn mal braucht?

Wir belegten nach der Vorrunde den 3. Platz und erreichten auch dieses Ergebnis in der Zwischenrunde bei sieben Mannschaften. Leider mussten wir in der Zwischenrunde noch einmal gegen diese Hessenkompo antreten. Auch mit einer Menge Wut im Bauch verloren wir deutlich. Die anderen Spiele verliefen mal so und so und können im Detail bei den Spielergebnissen nachgelesen werden.

Da das Turnier für uns erst gegen halb Sieben am Samstagabend zu Ende war, „ging“ natürlich nicht mehr viel bei bzw. mit uns. Nachdem wir am Freitagabend noch einen Irisch Pub unsicher gemacht hatten, so waren wir nun in einer Deutschen Gaststätte versackt. Immerhin gab es leckere Cocktails, witzige Spielchen (Wer bin ich?) und viele lustige Sprüche und es war ein (wieder mal) sehr angenehmer Herdenabend.

Am Sonntag folgte ein echtes Highlight in Sachen Spielstätte. Wir durften in der Sporthalle des „TSV Generali Haching“ spielen. Generali Haching ist immerhin Volleyball Pokalsieger 2009, 2010 und 2011 Champions League Teilnehmer 2010/2011. Auf dem Parkett haben alleine in dieser Saison 780 Länderspielbeine trainiert und gespielt. Das ist in etwa so, als wenn die BSG Fussballer ein Kleinfeldturnier in der Allianzarena spielen dürfen. Okay, ich gebe es zu: schlechter Vergleich weil vollkommen unrealistisch aus Fußballersicht. Schöne Augenzwinkernde Grüße an die Randsportartbsgler an dieser Stelle! Lachend

Wir begannen auch am Sonntag ungewöhnlich wach und ausgeschlafen und gewannen das erste Spiel gegen die starke Mannschaft aus Trudering mit 32:27 Punkten. Die folgenden Spiele gegen „Extra Feucht“ („auf geht’s Feucht – auf geht’s“) und „Fanta Six“ (GTW Erinnerungen kommen hoch) wurden knapp gewonnen und knapp verloren. Am Ende blieb Platz 2 der Zwischenrund und wir spielten in der Endrunde um die Plätze 47 bis 50. Nach gut 5,5 Stunden reiner Wochenendspielzeit erreichten wir einen ausgezeichneten 49. Platz von 90 Mannschaften! Bitte jetzt jubeln, die Faust ballen oder wenigstens anerkennend nicken. Danke.

Fazit, Ausblick und alles Weitere:

Wie schrieb ich am Anfang: „positive Gesamtentwicklung“ – das trifft es ganz gut was gerade mit uns passiert Herde. Betrachten wir mal die nüchternen Fakten was das München Wochenende angeht: am Samstagmittag ohne Wechselfrau, einem Krake mit dreiwöchiger Trainungspause, ohne die „Wühler“ und Kampfmäuschen Thomas und z.T. Käse und nur zwei Wechseljungs draußen. Stellt man mal, nüchtern betrachtet, unsere Spielweise gegenüber: eine > 80 % Aufschlagübersnetzquote, kaum Hänger und Tiefs im Spiel und wenn es doch mal welche gab wurde sich immer wieder raus geholt. Kaum Einbrüche oder merkliche Veränderungen bei Spielerwechsel. Selbst am Sonntagnachmittag wo bei allen der Akku mehr als leer war, wurde gekämpft und alle die noch Zähne haben, bissen auf diese. Zusammengefasst und der Erfolgsgarant für die sehr gute Platzierung: eine Konstante Leistung. Selbst die Verletzung von Tabea (Gute Besserung!) warf uns nicht aus der Bahn. Das ganze ist das Ergebnis eines, aus meiner und BSG Sicht, schönen Prozesses: Teamgeist, Spass und das Miteinander stehen bei uns nun an oberster Stelle, erst danach kommen die persönlichen Belange der einzelnen Spieler und die pers. „Punkteausbeute“. Wie sagt Dorle so schön am Sonntagabend beim Burgeressen: „ick gloub ick hab Bauchmuskelkater – aber das ist nicht vom vielen Spielen sondern vom vielen Lachen“. Schöner und passender kann man das Wochenende und die aktuelle Herdensituation nicht zusammenfassen. Und es geht ja noch weiter: neben den diesjährigen Münchenmitfahrern gibt es ja noch genug andere Mannschaftsmitglieder im Verein die ohne wenn und aber 1:1 sich in das Gefüge eingebracht hätten und das Wochenende genauso mitgestaltet hätten. Ein schönes Gefühl und eine tolle Entwicklung!

Die Statistik:

Samstag:

Vorrunde:

H&L (Plauen) – Anti-Einsatz-Truppe 1-2 (18:21, 5:4)
Bämily (Hessen) - Anti-Einsatz-Truppe 3-0 (21:12, 9:3)
Curuba (Lauda-Königshofen) - Anti-Einsatz-Truppe 2:1 (22:24, 6:1)

Zwischenrunde:

Bämily (Hessen) - Anti-Einsatz-Truppe 3-0 (21:12, 16:12)
Sauerlacher (München) - Anti-Einsatz-Truppe 1-2 (13:21, 10:8)
Baggerbären (Manching) - Anti-Einsatz-Truppe 0-3 (14:21, 11:14)
Läufer 7 (Nürnberg) - Anti-Einsatz-Truppe 3-0 (21:16, 16:11)
Als Team sind wir scheiße (Bad Homburg) - Anti-Einsatz-Truppe 3-0 (21:12, 16:10)
Nimm’Du - Anti-Einsatz-Truppe 1-2 (12:21, 11:10)

Sonntag:

Vorrunde:

Trudfinger (München) - Anti-Einsatz-Truppe 0-3 (18:21, 9:11)
Extra Feuch (Feucht) - Anti-Einsatz-Truppe 1-2 (12:21, 16:13)
Fanta Six (München) - Anti-Einsatz-Truppe 3-0 (21:15, 15:10)

Endrunde:

Fanta Six (München) - Anti-Einsatz-Truppe (Ergebnis hat der Mike gegessen)
Mission Imblockable (München) - Anti-Einsatz-Truppe (Ergebnis hat der Mike gegessen)
Zack die Bohne - Anti-Einsatz-Truppe (Ergebnis hat der Mike gegessen)

Mannschaft: Tabea, Christin, Dorle, Dirk, Krake, Roy, Björn, Holger, Käse

Fans: Sid. Mike hatte keine Lust auf München und hat die Couch bevorzugt. Oder anders gesagt: schon wieder zu Hause vergessen!

Kommentare 

 
#1 Roy 2011-05-21 21:24
Wo war denn der Block bei dem ersten Bild vom zweiten Tag lieber Herr Krake? :lol:

War ein tolles Wochenende mit euch!
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#2 Fortschritt03er 2011-05-21 21:55
Randsportartbsg ler?

Da hat aber wieder den Clown gefühstückt..... :zzz
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#3 Krake 2011-05-23 08:30
Der Roy wieder....immer nen lockeren Spruch auf den Lippen :-)

Wenn du nen richtigen Block sehen möchtest, guck dir bitte das letzte Bild an. Nächstes mal, bringe ich nen Trampolin für dich mit, dann sieht es mal nach "Doppelblock" aus *g*

Was für ein super Erlebnis in der Halle eines Erstligisten spielen zu dürfen. Noch lange werden wir uns an dieses Wochenende erinnern....
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#4 Panzer 2011-05-23 10:55
Tolles Ergebnis, Herde! Glückwunsch!!! Ist nur schade zu lesen, dass ihr jedesmal auf irgend ne Affen-Mannschaft trefft...
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