
Zu sechst knapp am Treppchen vorbei
Herde übertrifft (wieder mal) die eigenen Erwartungen
Unser BFS-Staffel Gegner FSV Ronneburg lud im Rahmen der Badeparty im Sommerbad Ronneburg zu einem Freizeitvolleyballturnier ein. Zu gewinnen gab es, neben den obligatorischen alkoholischen Getränken, Pokale des (Achtung festhalten) Heimat- und Verschönerungsverein Ronneburg e.V.. Was es nicht alles gibt. Der Einladung folgen insgesamt neun Mannschaften. Neben den Gastgebern traten Mannschaften aus Leumnitz (mit bekannten Gesichtern aus der BFS Staffel), Wildenbörten, Rückersdorf, Zwickau (Name: 1,2,3 Verletzungsfrei), dem Schulförderverein Ronneburg, der Breitensportgruppe des SV Aga und den, mit Abstand sympathischsten, Luftpumpen aus Ronneburg. Eine reine (Haus)Frauenmannschaft. Der Inbegriff eines Freizeitteams. Gespielt wurde auf zwei Beachfeldern (Größe in etwa 10x10 Metern), in zwei Gruppen bei zwei Gewinnsätzen bis 15 Punkte. Frauen waren keine Pflicht und so traten alle möglichen Kombinationen von Mannschaften an. Neben einer reinen Männer- und einer reinen Frauenmannschaft traten die restlichen Mannschaften im Mixed Modus an.
Wir traten Urlaubs-, Kinderbetreuungs- und Muttibesuchbedingt mit nur sechs Spielern an. In der „langen“ BSG Geschichte war das immerhin das erste Turnier ohne Auswechselspieler. Dazu spielten wir freiwillig im 3/3 Modus, d.h. wir spielten mit drei Mädels. Freiwillig! Vor einiger Zeit wäre da die Volleyballwelt für uns noch untergegangen – getreu dem Motto „da haben wir ja glei gar keine Chance“ oder aber auch „wer soll denn da blocken und angreifen?“. Dass dem eben nicht so ist, bewiesen wir bei diesem Turnier. Zugeben, wir hatten reichlich Glück (oder gar können?) bei der Gruppenauslosung. Käse loste uns in Gruppe B mit den schlagbaren Gegnern aus Zwickau, den Luftpumpen, der Schulfördergruppe und dem FSV Ronneburg.
Wir spielten und witzelten uns recht souverän durch die Vorrunde. Außer gegen den Gastgeber verloren wir kein einziges Spiel bzw. Satz und wurden so auch verdient Vorrundenzweiter. Wir spielten somit im Halbfinale gegen Rückersdorf (den ersten der anderen Gruppe). Den deutlichen Männer- und Größenvorteil der Rückersdorfer schien uns zumindest im ersten Satz nicht zu beeindrucken und wir gewannen diesen sehr glücklich. Der zweite Satz bestand aus unserer Sicht eigentlich nur aus einem Highlight: Dorle hat geblockt. Ja, richtig gelesen Krake (und alle die anderen): Dorle hat geblockt. Und es war auch nicht so ein angeschlagener Schutzhandblock auf der 3-Meter Linie. Neee, so richtig mit hochspringen am Netz und Hände in die Höhe und Hand-aua und so. So wie eben ein Block auszusehen hat. Da haben sich selbst Sid und Mike kurz ungläubig angeguckt. Punkt wurde es (natürlich?) keiner, aber es zeigt dem „Trainer“ doch was für (Block)Potential vorhanden ist. Wiederholung erwünscht, Dorle! Aber auch für den Gegner war dieser zweite Satz im Halbfinale sicherlich ein Highlight. Ein 15:0 Satzsieg wird auch Rückersdorf nicht in jedem Turnier feiern dürfen. Machen wir einfach ohne weiteren Kommentar einen Haken hinter diesen Satz (offizieller Wunsch der Herde) und kommen zum dritten Satz. Diesen verloren wir auch. Allerdings wesentlich verbessert und knapper als bei der Blamage zuvor. Immerhin. Es folgte das Spiel um Platz drei und ehrlich gesagt: die Luft war raus. Nach sechs Stunden Volleyball, abhängen, frieren, schwitzen, einer Flasche Sekt und einem Kilo Gummibärchen bedeutete eine verdiente 2:0 Satzniederlage in der Endabrechnung Platz vier für uns.
Fazit, Ausblick und alles Weitere:
Es war ein schönes Turnier in Ronneburg. Ein entspanntes Freizeitturnier in angenehmer Atmosphäre in einem Freibad hatten wir so bisher auch noch nicht. Einzig das Wetter spielte nicht so mit und so musste auch die „4. Platz Arschbombenfeierer“ in sehr kühle Nass ausfallen. Das Turnier wird wohl ein fester Bestandteil für die nächsten Jahre in unserem Turnierkalender werden. Spielerisch bleibt die Erkenntnis: selbst mit drei Kühen, zwei alten Ochsen und einem jungen Bullen sind wir nicht Chancenlos und die Herde kann mit Spass und Freude ein Turnier spielen. Wir haben uns durch das Turnier gequält und sämtliches negatives Gedankengut ob der Mitspieler und fehlenden Wechselspieler war umsonst und zeigt eigentlich nur eins: Immer locker durch die Hose atmen, selbst mit nur einem richtigen Angreifer können wir unseren Spass haben und Schuld hat sowieso immer nur der Roooooy! ;-)
Die Statistik:
Vorrunde:
FSV Ronneburg – Anti-Einsatz-Truppe 2-1 (15:7, 13:15, 15:9)
Schulförderverein Ronneburg - Anti-Einsatz-Truppe 0-2 (11:15, 14:15)
1,2,3 Verletzungsfrei - Anti-Einsatz-Truppe 0-2 (7:15, 6:15)
Luftpumpen Anti-Einsatz-Truppe 0-2 (7:15, 6:15)
Halbfinale:
Rückersdorf - Anti-Einsatz-Truppe 2-1 (10:15, 15:0, 15:8)
Platz 3:
FSV Ronneburg – Anti-Einsatz-Truppe 2-0 (15:11, 15:13)
Mannschaft: Christin, Dorle, Nicole, Roy, Holger, Käse
Fans: Sid und Mike
Bilder gibt es diesmal logischerweise nur von außerhalb des Spielfeldes:
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