
Niederlage trübt Abschied vom Organisationstalent
Fußballer verlieren Großfeldspiel gegen Falka´s Altherrenkicker
Hier der Bericht
Eigentlich sollte es noch einmal eine Gala-Vorstellung der Fußballer werden. Zum Abschied vom langjährigen Vereinsmitglied Carsten Creutzburg hatten die Fußballer noch einmal ein Großfeldspiel gegen die Altherrenkicker des FSV Falka organisiert. Doch das war nicht das Einzigste, was die nun ehemaligen Vereinskollegen dabei hatten. Einen Ball mit allen Unterschriften und ein Memory-Shirt mit den Namen der aktuellen Mitglieder der Fußballabteilung wurden an das Mitgründungsmitglied der BSG BfA Gera übergeben. So kann er sich jeden Tag im fernen und exotischen China an die daheim Gebliebenen Erinnern.
Und keiner machte ein Hehl daraus, dass er uns fehlen wird. Denn abgesehen von seinen fußballerischen Fähigkeiten, die er im Spiel nochmals für 45 Minuten unter Beweis stellte, ist es vor allem sein organisatorisches Talent und sein nimmermüder Einsatz für unsere Veranstaltungen, wie z. B. den GTW-Cup, der ja nun mehr oder weniger auf „seinem Mist“ gewachsen ist, welches uns in Zukunft fehlen wird. Da tröstet es nur wenig, dass wir nicht die Einzigen sind, denen er verlustig geht. Denn auch der Great Gera Skates e. V. wird ihn nicht minder missen.
Wir wünschen Carsten daher nochmals an dieser Stelle alles Gute auf seinem Weg ins Neue und hoffen, dass er sich ab und an uns erinnert.
Entsprechend nahmen die Fußballer schweren Herzens und das Freigetränk gern annehmend Abschied. Und dazu sollte natürlich noch ein Sieg im Großfeldspiel her. Das wäre eigentlich eine einfache Sache gewesen. Wenn da nicht die Personalnot der Altherrentruppe gewesen wäre und deren innere Verbundenheit mit ehemaligen Spielern und jetzt BSG-Mitgliedern. So gaben wir weniger gern aber trotzdem des Fairplay wegen R. Fischer, Th. Mortag, A. Strunz und M. Bettzüge an den Gegner ab, was uns natürlich insbesondere im Offensivbereich unheimlich schwächte, wie der Spielverlauf noch zeigen sollte.
Aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit wurde um 18.30 Uhr unter Flutlicht angestoßen und die Falkaer übernahmen (Dank unserer Leihgaben - das Wort wird hier übrigens noch öfters fallen) sofort die Initiative. Uns dagegen war die lange Großfeldabstinenz sofort anzumerken. Zu weit standen wir regelmäßig von unseren Gegenspielern weg und eröffneten diesem damit die Möglichkeit zu einfachen und sehr effektiven Spielzügen. Rettete uns in den ersten 20 Minuten Falk Röhler im Tor, der Pfosten oder der eine oder andere krumme Fuß noch vor einem Gegentreffer, war es nach einem Eckball dann doch soweit. Nahezu ungedeckt konnte Leihgabe M. Bettzüge am langen Pfosten stehend ohne Mühe zum 1:0 einköpfen. Und falls sich jemand fragt: Ja, es traf tatsächlich ausgerechnet der Spieler, der sonst nicht einmal über die Mittellinie kommt.
Nach etwa 30 Minuten kamen auch wir nun etwas besser ins Spiel. Jedoch wurden die schnellen Spielzüge nach vorn nicht konsequent abgeschlossen. Das war auch gar nicht so einfach, hatte doch der Rasen in unserer Angriffsspielfläche eine gefühlte Höhe von 20cm und bremste so jeden schnellen Ball aus. Es passierte nicht mehr viel, so dass es mit diesem Spielstand in die Pause ging.
In der 2. Halbzeit wurde in beiden Mannschaften durchgewechselt. Das Fehlen unserer Leihgaben machte sich beim Gegner sofort bemerkbar. Unaufhaltsam rollte nun Angriff für Angriff auf des Gegners Tor. Doch Uneffektivität war an diesem Abend wohl unsere größte Stärke. Und so kamen wir trotz kürzerem Rasen nur zu wenig Chancen. Wie es geht, zeigte wieder der Gegner. Nach einem Eckball springt Leihgabe Thomas höher als seine zwei Gegenspieler und wuchtet den Ball mit dem Kopf unhaltbar ins rechte obere Tordreieck. Sein Jubelschrei hallte bis nach Nebra. Zurecht - es war ein schönes Tor!
Wir gaben uns aber noch lange nicht geschlagen. Als Jan Häßelbarth sich wiederholt in die Angriffe einschaltet, brennt es lichterloh. Beim dritten Anlauf schließlich klappt es. Einen Pass in die Tiefe schließt er mit einem scharfen und ebenfalls unhaltbaren Schuss ins kurze Eck ab - 2:1. Nun schöpften wir wieder Hoffnung und gaben weiter Gas. Die Gastgeber wechselten noch einmal und wollten damit die Fronten klären. Wenig später wurde das Vorhaben dann in die Tat umgesetzt. Ein als Weitschuss gedachter Ball wird unglücklich von uns abgefälscht und bleibt Dank des hohen Grases liegen. R. Fischer erläuft sich den Ball und vollendet trocken zum 3:1.
Unsere nun noch folgenden und teils unkontrolliert vorgetragenen Angriffe blieben leider ohne den gewünschten Erfolg. So mussten wir gegen das verstärkte Altherrenteam eine Niederlage quittieren, die wenig später nach einer warmen Dusche mit entsprechenden Getränken noch begossen wurde.
Fazit: Der ständige Trainingsaufall fordert sichtlich bei Großfeldspielen den meisten Tribut. Daher sollte zukünftig die Trainingsteilnahme weiter verbessert werden.
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