Das neue Jahr (2012) hat begonnen und eilt auch schon wieder in großen Schritten davon. Wir haben längst mit den Vorbereitungen für die diesjährigen bevorstehenden Sommerauftritte begonnen und sind mit neuem Elan und großer Begeisterung beim Proben.
Nun aber wollen wir erst einmal zurück schauen auf das Jahr 2011 und auf die bewältigten musikalischen Herausforderungen.
Wie immer zum Jahresbeginn brüten wir zunächst über neuen Songs, die für die beiden Veranstaltungen im Sommer (Azubi-Verabschiedung und Azubi-Neueinstellung) in Frage kommen könnten. Das ist gar nicht so einfach, da wir vergangenes Jahr zu fünft und ja nun mittlerweile zu sechst sind, jeder so seinen eigenen musikalischen Geschmack mitbringt und eigene Vorstellung von aufführbaren Liedern hat.
Da wird auch hin und wieder ordentlich dafür und dagegen argumentiert. Aber das ist ganz normal, auch in einer "Hobby-Band". Bei uns endet es nicht selten mit ganz konstruktiven Veränderungen an den vorgeschlagenen Songs. Da gibt es z.B. Titel, von denen wir oft sofort alle begeistert sind. Diese aber so zu spielen, wie es das Original abverlangt, scheitert ab und zu am Nichtvorhandensein bestimmter Instrumente, großem Background oder Orchesterklängen und fehlendem Techniker. Die Alternative für uns ist dann: Wir machen etwas aus den Liedern, so wie es für uns eben möglich ist und verpassen ihnen eine ganz eigene Note. Manchmal gefällt uns Eigeninterpretation sogar besser als das Original. Eigenlob! Warum auch nicht? Letztendlich geht es doch in erster Linie darum, dass wir als Musiker Spaß haben und zufrieden mit dem sind, was wir schaffen und erschaffen haben.
So probten wir bis Mai etwa an ein paar wunderbaren Songs, auf die wir uns alle schon sehr freuten. Wir hatten also die Liederauswahl und musikalische Umsetzung für die Azubi-Veranstaltungen schon "im Kasten". Da erhielt unsere Sängerin Gabi die Mitteilung, im August sei eine Reha für sie angedacht. Das war schon traurig als klar wurde, dass nun Gabi nicht dabei sein würde. Aber eine solche Maßnahme hatte dann doch Vorrang. Für uns war es natürlich erst einmal ein Schreck und wir mussten uns über ein neues Repertoire Gedanken machen. Zum Glück hatten wir noch genügend Zeit, einige Songs für die übrig gebliebene "Männertruppe" einzustudieren.
So erinnerten wir uns an bereits gespielte Lieder wie „Julie", „Heart Of Gold„ und an das von den Böhsen Onkelz „Wiedermal 'nen Tag verschenkt", welches im Jahr zuvor den jungen Leuten gut gefiel.
Zu diesen beiden Azubi-Veranstaltungen stellten wir auch zum ersten Mal Uwes Eigenkomposition "Spiel des Lebens" vor. Eine Premiere also. Wenn auch das Lied zum damaligen Zeitpunkt musikalisch noch nicht ganz ausgefeilt war.
Weiterhin kamen Titel wie "Tequila Sunrise" und von Bruce Springsteen "lf I Should Fall Behind" am 31.08. und am 01.09. zum Einsatz.
Jeweils zu Beginn der Veranstaltung hielt Oli eine kleine Begrüßungsansprache und stellte die Band vor. Im selben Moment fiel bei einem der beiden die Bassgitarre von Lothar versehentlich ihm aus der Hand und plumpste hörbar auf den Boden. Situationskomik! Zum Glück ist alles heil geblieben. Dann begleiteten wir die Veranstaltungen musikalisch und stellten jeweils zwei Mal drei unserer Songs vor.
Gabi drückte uns natürlich aus der Ferne beide Daumen und wir waren froh, dass wir die beiden Auftritte "über die Bühne" brachten. Das anwesende Publikum honorierte es mit Applaus und war sehr zufrieden.
Mitte September konnten wir dann wieder gemeinsam loslegen mit den ersten
Vorbereitungen für das so traditionelle Weihnachtskonzert. Um diese Zeit und bei den noch hochsommerlichen Temperaturen will man eigentlich noch nicht an Schnee und Weihnachten denken. Und doch müssen wir versuchen, uns ab da schon "einzufühlen", damit wir erstmal Ideen an Weihnachtsliedern haben, und diese dann mit Lust, Laune und Hingabe musikalisch umsetzen können. Dabei achten wir immer auf eine gute Mischung von klassischen, deutschen oder auch anderen in die Weihnachtszeit passenden rockigen Liedern.
So waren wir im vergangenen Jahr besonders stolz auf unsere auserwählten Lieder. Jedes Einzelne lag uns mit dessen Inhalt, Ausdruck und Musikalität am Herzen und wir waren sehr gespannt, wie sie wohl beim Publikum - welches ja auch seine Erwartungen an uns hat - ankommen werden.
Ab Oktober hatten wir Aussicht auf einen Schlagzeuger, der sich auch bald bei uns
vorstellte. Christian besitzt wirklich ein gutes Taktgefühl, denkt sich schnell in die Songs und den passenden Rhythmus ein und probte von da an mit uns gemeinsam für das Weihnachtskonzert. Dadurch eröffnen sich natürlich für uns wieder andere musikalische Möglichkeiten.
Unser Abteilungsleiter, Herr Hubensteiner, lud alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den 14.12.2011 um 15.00 Uhr in das Kasino ein. Schon Wochen vor dem geplanten Auftritt hörten wir von vielen Leuten im Hause, wie sehr sie sich auf dieses Highlight freuen. Für uns wurden die Vorbereitungen noch intensiver und die Anspannung stieg. Wir probten, wie auch schon in den letzten Jahren, sogar an den Advents-Wochenenden, damit auch ja alles so klappt, wie wir es uns vorstellten.
Dann war es endlich so weit. Das Kasino war bis auf den letzten Stuhl besetzt, für einige blieb nur der Stehplatz. Nach der Begrüßung durch Herrn Hubensteiner begann unser Konzert mit einem feierlichen Intro, gespielt von Oli auf der Orgel. Dann ertönte "Süßer die Glocken ...“
Als Zweites stellten wir ein eigenes Lied vor. "Ein Augenblick der Ruhe...", komponiert von Uwe, getextet von Gabi und arrangiert von allen. Wie würde es wohl beim Publikum ankommen? Die Reaktionen dazu haben uns umgehauen. Von "Gänse-haut-Feeling" bis "unter die Haut gegangen" wurde uns gesagt und geschrieben. Mehr kann man sich kaum wünschen!
Es folgten Titel wie "Grandpa, Tell Me Bout The Good Old Days", ein eigenes
Arrangement zu „Oh Tannenbaum, du trägst ein grünes Kleid" (hierzu machte Lothar den Auftakt mit dem Akkordeon), dann weiter mit "Babe In The Straw" von Oli gesungen. Das englische Weihnachtslied "What Child Is This" wurde auf die Melodie von "Greensleeves" gedichtet und war eine echte Herausforderung für uns, musikalisch als auch gesanglich.
Leider teilte uns Conny dann im vergangenen Jahr auch mit, dass sie sich erstmal vom aktiven Band-Leben zurückzieht, damit ihr genügend Zeit für ihr Söhnchen bleibt. Wir waren dennoch sehr froh darüber, dass sie ein Weihnachtsgedicht „Dies-mal schenken wir uns nichts!“ für unser Konzert einübte, dieses ganz locker und anschaulich vortrug und so das Publikum damit erfreute.
Dann wurde es richtig spannend. Wir hatten nämlich den Text von "Guten Abend, schön Abend" auf den Tischen verteilt und Oli ermutigte nun alle zum mitsingen. Und siehe da, es wurde sogar begeistert mitgeträllert. Wer hätte das gedacht? Applaus und Dankeschön ans Publikum! Danach passte gleich noch das spanische Weihnachtslied "Feliz Navidad". Der flotte Rhythmus animierte viele zum Beinezucken und Mitklatschen.
Der vorletzte Titel war "Universal Child" von Annie Lennox. Ein starker Song, der
nicht nur durch seinen Inhalt (es macht auf die Not und das Elend der Kinder in der dritten Welt aufmerksam) sondern auch durch einen ausdrucksstarken Gesang beim Publikum ankommen sollte.
Unser Verabschiedungslied war dieses Mal ein keltisches Weihnachtslied "Away In A
Manger". Es erntete großen Beifall und das Publikum wünschte sich hiernach wie gewohnt noch eine Zugabe. Wir erfüllten diesen Wunsch sehr gerne mit einem Weihnachtssong von Elvis, "Lonely This Christmas".
Gemessen an dem großen Applaus, den vielen tollen Reaktionen zum Konzert insgesamt, der großen Resonanz zur Auswahl unserer Lieder, den positiven Rückmeldungen per e-Mail durch Kollegen, die sich bei uns bedankten … aus all dem können wir für uns entnehmen, dass wir es wieder geschafft haben, die Leute zu begeistern.
Danke an Alle! Für uns haben sich Mühe und Einsatz gelohnt! Und schön, wenn wir euch mit unserer Musik ein wenig verzaubert haben!











| < Zurück | Weiter > |
|---|


