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Erfurt und Ronneburg (06.06.&09.06.2012)

Volleyball

Platz 2 und 4 in Erfurt und Ronneburg

Uuuuhhhh, Aaaahhhh Doppelbericht!

 

 

Öfters mal was Neues! Aus Gründen der Zeit, Motivation und Verhinderung von doppelten Jammerberichten, hier nun der erste Doppelbericht in der BSG Vereinsgeschichte!

Die Herde traf sich also mal wieder zum Volleyball: Am 06.06. zum Finanzamt Erfurt Hallenturnier in der Herne Kaserne in Erfurt. Drei Tage später ging die Reise in das Freibad Ronneburg zum Beachparty Open-Air Turnier.

In Erfurt traten acht Mannschaften an. Die Vorrunde wurde in zwei Staffeln a vier Mannschaften gespielt. Die Spielzeit betrug 2 x 10 Minuten. Nach der Vorrunde folgte ein Halbfinale für die besten zwei Mannschaften jeder Gruppe. Die Plätze drei und vier spielten direkt die Platzierungen mit der anderen Gruppe aus.

Die Herde teilte sich diese Mal auf: Dirk, Michael (bitte im englischen Slang lesen), Robert und der sporadische Trainingsgast Axel spielten für das Finanzamt Gera (Endplatzierung: 7.). Chrissi, Dorle, Krake, Panzi, Fuß-Micha, Lutz, Björn, Roy und Käse spielten als Anti-Einsatz-Truppe. Die Vorrunde ist schnell erzählt: nahezu mühelos, locker, lässig und leicht spielten wir überzeugenden Volleyball. 6:0 Sätze und 133 zu 81 (!) Punkten bedeuteten den Stempel "Turnierfavorit". Auch das Halbfinale gegen SSV (was auch immer das heißt) wurde deutlich und souverän mit 2:0 Sätzen gewonnen. Und es ging ja noch weiter!: auch der erste Satz des Finales wurde deutlich und souverän mit acht Punkten Vorsprung gewonnen. Das dabei noch zwei Bälle mehr auf unserer Seite hätte stehen müssen, müsst ihr euch für den weiteren Berichtsverlauf zwingend merken. Vermutlich war der "Schiedsrichter" der Meinung, dass wir wohl zu überlegen spielen und gab zwei klare Punkte einfach mal den Gegner. Nun gut, wir haben ja genügend Puffer - dachten wir!

Trainervorgabe für Satz zwei war: ruhig und konzentriert weiter spielen und das Ding nach Hause fahren. Nun, die Herde hört nicht immer bzw. muckt immer zum falschen Zeitpunkt auf. Die ersten drei Angaben des Gegners wurden unsauber angenommen, die beiden folgenden Angriffe von uns gingen ins Netz bzw. aus. Schon Stand es 1:5 aus Herdensicht und das große Nervenflattern begann! Und es wurde auch mit zunehmender Spieldauer nicht besser - leichte Fehler auf unserer Seite, Kampfgeist und erarbeitetes Ballglück beim Gegner. Fertig war ein sieben Punkte Rückstand kurz vor Schluss. Hätte ja eigentlich auch gereicht - eigentlich! Dann aber griff der Schiedsrichter ein. Ein klarer Aus-Ball des Gegners wurde schon als Punkt für uns angezeigt - allerdings auf Zuruf vom Gegner ("Tusch!") doch gegen uns entschieden. Auch das mehrfache Schwören vom Lutz half einfach nicht: der Ball ging nicht an uns. Für die Randsportler die Erklärung: wenn man als Volleyballschiedsrichter eine Fingerspitzenberührung beim Block nicht erkennt aber vermutet bzw. verpetzt bekommt, fragt man einfach den betreffenden Spieler. Das ungeschriebene Gesetz im Volleyball besagt nämlich, dass man sowas dann als Spieler auch zugibt. Und Lutz hätte es natürlich zugegeben! Aber einfach den Punkt auf Zuruf und ohne Nachfragen dem Gegner geben, gehört sich einfach nicht. So verloren wir den zweiten Satz mit neun Punkten und wurden wegen einem Punkt "nur" Zweiter. Das dann der Schiedsrichter bei der Siegerehrung noch einen Appell für sportliche Fairness und Freizeitvolleyball im Allgemeinen von sich gibt, kann nur mit einer Menge Ironie verstanden werden.

Schade, schade. Haben wir uns dank des Schiris und unserem eigenem Unvermögen das perfekte Turniererlebnis am Ende doch noch nehmen lassen. Mit etwas mehr Konzentration und etwas kühlerem Kopf in den entscheidenden Spielphasen wäre auf jeden Fall (noch) mehr drin gewesen!

Das Freiluftturnier in Ronneburg verlief ähnlich wie das Turnier in Erfurt: in zwei Gruppen a fünf Mannschaften wurden zwei Gewinnsätze bis 15 Punkte gespielt. Für die Herde (im Übrigen als Anti-Einsatz-Truppe der BfA Gera vorgestellt) traten Dorle, Chrissi, Holgi, Thomas, Dirk, Krake, Roy, Björn und Käse an.

Austragungsort war das Freibad in Ronneburg und das Wetter spielt im Großen und Ganzen sogar mal mit - sprich es war relativ warm, relativ trocken und relativ sonnig (es gab sogar den einen oder anderen Herdensonnenbrand). Die Herde hatte ihr internes Versprechen vom letzten Jahr Wirklichkeit werden lassen und tischte selbstgemachten Salat und Buletten made by Chrissi und Dorle auf. Hmmm, lecker!

Wir ließen uns diesmal wieder in die einfachere Vorrundengruppe auslosen und marschierten in selbiger was das Zeug hielt. Quasi ungeschlagen (wir gaben nur einen Satz ab) und souverän zogen wir in das Halbfinale ein. Dort trafen wir auf unseren Angstgegner FSV Ronneburg die Erste. Und komischerweise passierte genau das, wofür ich (noch) keinerlei Erklärung habe: wir verloren deutlich. Aber nicht der Tatbestand der Niederlage an sich ist komisch, sondern die Art und Weise. Was vorher noch klappte, war wie weggezaubert. Wir fanden keinerlei Rhythmus und keinerlei Zugang zum Spiel. Wir schafften es einfach nicht, dem Gegner Paroli zu bieten. Wir waren einfach schlecht und kämpften auch nicht. Manchmal kann man den Eindruck haben, wir haben Angst vorm Siegen. Auch bei Spiel um Platz 3 setzte sich der negative Trend fort. Gegen einen Gegner den wir in der Vorrunde deutlich besiegten, gelang uns auch hier nix mehr. Eine klare 2:0 Satzniederlage war die Folge. Als Fazit gilt: ohne Kampf kein Erfolg. Ohne Willen und trotzdem einen kühlen Kopf keine Siege. Vergleicht man nüchtern Mannschaft und Erfolg mit der Ronneburger Besetzung vom letzten Jahr, kann man schon theoretisch von einer Enttäuschung sprechen. Praktisch gesehen, folgt die Erkenntnis dass der Einzelne seinen Teil zum großen Ganzen beitragen muss und auch will. Als Erklärung ein Beispiel vom Beachtraining: der Kampfgeist, die Laufbereitschaft und die Bereitschaft"etwas zu tun" ist beim Spiel 2:2 wesentlich höher als beim Spiel 4:4 oder 3:3. Verantwortung übernehmen und eben nicht zugucken und/oder auf den Nebenmann verlassen, muss wieder mehr in unser Spiel Einzug halten. Nur so hat man auch gegen stärkere Gegner und eigene Tiefs eine Chance. Wir sind halt noch nicht so weit und so gut, jeden Gegner und jedes Problem auf dem Platz spielerisch zu lösen. Als positiven Punkt bleibt natürlich haften: Gegner, die wir einfach schlagen müssen, werden auch geschlagen. Hatten wir in der Vergangenheit öfters mal das Problem, uns dem Gegnerniveau anzupassen um dann zu verlieren, so spielen wir jetzt unser Spiel konsequent durch. Durchaus eine positive und gute Entwicklung.

Am Rande des Sandes folgte noch eine kleine aber feine Herden-Show-Einlage. Nach drei kurzen Blickwechseln wurde kurzer Hand die Dorle mittels Tragetechnik in Richtung Wasserloch verlagert. Warum genau und weshalb und weswegen und überhaupt, konnte ich leider nicht mehr recherchieren bzw. fällt es mir auch gerade nicht ein. Vermutlich hatte sie aber einfach nur Durst. Fakt ist allerdings, Dorle wollte das. Sämtliche Tragepausen (der Weg war weit und die Trägerarme immer länger) ließ sie Argumentationstechnisch halbherzig ungenutzt. Vermutlich war sie sogar froh, musste sie schließlich fürs Badengehen nicht laufen! Und die Rutsche in Ronneburg "fetzt total". Na immerhin! Lachend

Bilder gibt es diesmal nur aus Ronneburg. In Erfurt war kein Knippsgerät vorhanden.