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FES Hallenmeister (20.02.2013)

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Fußballer mit Lebenszeichen und Meistertitel

Wenn die Kleinen groß werden...der Bericht!

 

 

 

 

Vor gut einem Jahr feierten die Fußballer der BSG den "Titel für die Ewigkeit" und gewannen seinerzeit die letzte Hallenkreismeisterschaft des Fußballkreises Gera. Nunmehr war es an der Zeit, sich mit den Sportfreunden aus dem neugebildeten Großkreis zu messen, der neben Gera auch die Kreise Greiz und Altenburg einschließt.

Also zogen am 20.01. zehn Freunde (der bekannte elfte Freund musste krankheitsbedingt absagen) aus, sich dieser Großaufgabe gegen neue Gegner zu stellen. Respekt alleine schon dafür, dass wir es tatsächlich mal wieder schafften, eine angemessen Anzahl von Auswechslern mitzuführen. Diesen sollte im Turnierverlauf noch eine ganz besondere Aufgabe zukommen.

Nachdem durch den Turnierveranstalter die Anstoßzeit kurz zuvor noch um eine Stunde auf die dann christlichere Uhrzeit 10 verlegt wurde, trafen unsere zehn Kämpfer hochmotiviert an der Halle in Harpersdorf ein. Was für schöne Hallen es doch im Umland gibt ! Von einigem zuwenig - da hatte doch tatsächlich einer bei "Laufen mit Herz" einen Trikottausch vorgenommen und wäre somit fast barbusig angetreten -, von einigem dem Ereignis angemessen - zwei Kästen hatten wir auch lange nicht ausserhalb des Trainings - begannen wir dann die Erwärmung und das Studium der gegnerischen Trikots. Für konkrete Spieleranalysen war noch nicht ausreichend Platz und Zeit. Mit neun angereisten Mannschaften war auch das diesjährige Starterfeld mal wieder dem Ereignis einer Meisterschaft angemessen groß.

Im ersten Spiel des Turniers standen uns die bislang unbekannten Sportfreunde vom TUS Schmölln gegenüber. Hier mussten wir nach einem Abstimmungsproblem der Abwehspieler dann auch relativ zügig das unbedingt zu vermeidende Gegentor hinnehmen und gerieten somit schon in den Zugzwang, der einen moralischen Ruck erfordert. Und dieser ging dann auch durch die Reihen der Truppe. Mit den ersten Einwechslungen wurde der Druck erhöht, der gutklassige Gegner mehr und mehr zurückgedrängt und von Ronny R. dann in rascher Folge das Spiel auf 2:1 gedreht. Als Sylvio dann auch noch das dritte Tor erzielte, hatten wir schon zwei Torschützen gleich im ersten Spiel, wenig Restzeit zu bestreiten, den Gegner vollauf im Griff und die ersten drei Punkte sicher.

Nach kurzer Regeneration stand dann die Begegnung gegen die WEMA-Kicker an, die traditionell zu den Gegnern gehören, die uns nichts und wir ihnen das Gleiche schenken. Diese Spiele gehen seit Jahren knapp, meistens aber unentschieden aus. Folglich begann das im Fußball weitverbreitete Abtasten der Startformationen, die im Vergleich zum ersten Spiel umgestellt wurde. Das hatte allerdings nichts mit Formschwächen oder ähnlichem zutun, sondern ergab sich aus der bei den erfolgreichen Mannschaften bekannten und kopierten Rotation. Nach geraumer Spielzeit frisch eingewechselt, erzielte Rene F. dann das 1:0 und führte uns auf die erhoffte Siegerstraße. Da allerdings hier traditionell Unentschieden angezeigt sind, passierte was passieren muß, und die Sportfreunde der anderen Seite glichen relativ zügig aus. Der in der verbleibenden Spielzeit weitgehend offene Schlagabtausch führte dann aber zu nichts Verwertbarem mehr, womit es dann wieder einmal die obligatorische Punkteteilung gab. Egal - auf der Habenseite standen jetzt vier Punkte nach zwei Spielen - alles im grünen Bereich.

Im Dritten Spiel gegen die Freizeitkicker Meuselwitz wurde der vermeintlich schwächste Gruppengegner durch Tore von Ronny R., Heiko L., Heiko R., René F. und Sylvio K.  mit 5:0 bezwungen, wobei der sich wacker schlagende Gegner bei diversen Schüssen allerdings Glück hatte, nicht zweistellig vom Platz gehen zu müssen. Aber fünf verschiedene Torschützen in einem Spiel zeugten von der Dichte unseres Kaders, der "in der Breite Spitze" aufgestellt war. Wenn der Berichterstatter sich hier nicht nennenswert täuscht, wurden die Tore erst erzielt, als der erste Block das erste mal komplett ausgetauscht war, d.h. alle Erfolgreichen kamen von der Bank.

Mit nunmehr 7 Punkten schielten wir nun dann doch schon auf die Tabellenführung, die uns allerdings immer noch von den WEMA-Kickern streitig gemacht werden konnten, da diese ebenfalls nur mit den 2 Verlustpunkten aus unserem direkten Vergleich durch die Gruppe marschierten. Die Tabellenführung war zu diesem Zeitpunkt extrem wichtig, da der Turniermodus den direkten Vergleich der Gruppenersten um den Titel vorsah.

Plötzlich allerdings änderte die Turnierleitung den Modus, da durch die Nichtanreise der ursprünglich geplanten zehnten Mannschaft noch soviel Zeit übrigblieb, bis das Mietverhältnis für die Halle an diesem Tage endete. Insofern genügte uns jetzt auch der Gruppenplatz 2 für den Überkreuzvergleich im Halbfinale. Aber das war natürlich nicht unser Ziel als wir in das letzte Gruppenspiel gegen die Eagles Pforten gingen. Sollten wir dieses Spiel gewinnen, konnte uns die Party der WEMA gegen den TUS Schmölln zumindest nicht mehr von einem der ersten zwei Plätze verdrängen. Bei Unentschieden hätte es da noch eine böse Überraschung geben können.

Da wir nun aber schon ganz gut eingespielt waren, die Laufwege und Stellwege sich verfestigten und auch die Motivation immer noch auf dem Höchststand war, konnten wir diese Partie durch Tore von Renè F. und Tobias mit 2:1 für uns gestalten. Obwohl sich der Gegner durchweg aus Ex-Aktiven und vielen robusten, jungen Burschen rekrutierten, bestand ob unserer mannschaftlichen Geschlossenheit und Disziplin eigentlich kaum keine Gefahr, dieses Spiel nach der 2:0-Führung trotz des Gegentreffers noch aus der Hand zu geben.

Nachdem sich dann WEMA und TUS 1:0 trennten, die WEMA punktgleich und mit gleicher Tordifferenz die Vorrunde beendete, musste die Anzahl der geschossenen Tore die Platzierung der Gruppe ergeben. Und da hatten wir dann doch eines mehr - Gruppensieg und der vermeintlich schwächere Halbfinalgegner.

Dieser wurde von den Kackbratzen Meuselwitz (Namen gibt es) gestellt. Und jetzt zeigte sich unsere in den Vorrundenspielen gesammelte Energie, Moral, mannschaftliche Geschlossenheit, Abwehrdisziplin und Abschlußstärke. Gegen die sechs Tore von Ronny R. (3), Sylvio K., Andreas K. und René F. konnte der Gegner nur eine wirklich gefährliche Torchance erspielen, die aber von unserem Keeper Ronny M. mit einer Flugeinlage aus seinem linken oberen Eck geholt wurde. Am Ende wurde durch dieses herausragende Halbfinalspiel das Finale souverän erreicht. Hervorzuheben ist in diesem Spiel die hervorragende Verteidigungsarbeit aller Spieler, die im Grunde zu keiner Zeit einen gegnerischen Spieler frei zu Schuß kommen ließen. Das hatten wir ja auch schon lange nicht.

Im anschließenden Endspiel warteten bereits die bekannten Freunde der WEMA auf uns und die Paarung, in der wir heute bislang die einzigen Punkte liegenließen wurde im Finale nochmal belebt. Aber nun setzte sich dann doch das größere Wechselpotenzial, das gewachsenen Selbstvertrauen, die Jugend und der größere Wille zum Sieg durch. Bei der Erwärmung konnten nämlich bereits geflüsterte Pläne des Gegners auf die Hoffnung des 9-Meter-Schießens abgehört werden, sodass von einer zurückhaltenden und verzagten Spielweise ausgegangen werden konnte. Wie schon im Halbfinale war auch hier wieder nur eine torhüterische Glanzparade erforderlich, die aus dem einzigen Abwehrfehler resultierte, da ansonsten wieder hervorragend zugeordnet und verteidigt wurde. Und da Sylvio K. sein Torekonto auch noch um zwei weitere Treffer aufstocken konnte, gewannen wir in einem herausragend gespielten Turnier den ersten Ostthüringen-Titel im Hallenfußball der Freizeitteams. Danke allen, die daran teilhatten - ihr wart die Größten.

Abschließend bleibt festzustellen, dass vermutlich immer eine größere Anzahl von Bankdrückern mitmuß, da gefühlt alle geschossenen Tore von den Spielern erzielt wurden, die kurz vorher noch auf ihre Einwechslungen warteten. Da durch die permanenten Wechsel der Anfangsfünf aber keine klare Startelf bestand, hat hier natürlich auch keiner eine Stammplatzgarantie erkämpft.

Wie, wo und wann es nun gegen den Rest Thüringens geht, steht aktuell noch nicht so ganz fest. Aber wir werden natürlich wieder berichten, wie wir Ger´schen (die WEMA darf als Zweite ebenfalls mit) uns gegen den Rest des Landes geschlagen haben.

 

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