Freiluftauftakt der Geraer Freizeitkicker ging in die Hose
Text: Uwe Gatzemann
Freiluftauftakt ging in die HoseAm Tag der Arbeit starteten die Kicker der BSG Gera in ihre Freiluftsaison. Und um eines gleich vorweg zu nehmen: Unser Gekicke entsprach dem Motto des Feiertages (am Tag der Arbeit arbeitet ja merkwürdigerweise so richtig keiner) und ließ viele Steigungsmöglichkeiten offen.
Die Ausschreibung klang vielversprechend: Ein Wanderpokal und zwei Kästen Bier wurden als Siegpreis ausgelobt, zudem gab es das beliebte Zielweitschießen. Auch hier gab es zwei Kisten Gerstensaft zu gewinnen. Nur die Spielzeit schien angesichts des Feiertagsmottos (siehe oben) nicht angemessen: 2 x 15 Minuten - ohne Worte!!!
Bei schönstem Sommerwetter (gefühlte 33 Grad im Schatten) war das Warm-machen sehr intensiv, aber auch sehr kurz. Der kurzfristig angereiste Carsten Creutzburg (Danke!) hatte gerade seinen Klappstuhl aufgebaut, da rief die Turnierleitung schon zur Auslosung. Uwe Gatzemann hatte irgendetwas in der Kabine vergessen und wurde daher freundlich gebeten, dies doch gleich mit zu erledigen. Frohen Mutes schlich dieser denn auch zur Tat und loste der BSG die Geraer Tempelritter, das Team von Klengel II und - der Jubel hielt sich in Grenzen - unseren Lieblingsgegner von Sanit Eisenberg zu. Einstimmig wurde daraufhin festgelegt, dass Uwe nun neben Turnierschreiber auch das Auslosen der Gruppen zukünftig nicht mehr übernehmen sollte.
Im ersten Spiel trafen wir denn auch gleich auf Sanit. Gott sei Dank, meinten einige, haben wir´s wenigstens gleich hinter uns. In einem spannenden Spiel, das in der ersten Hälfte 15 und in der 2. Hälfte 10 Minuten andauerte, gab es eigentlich keinen verdienten Sieger. Der Zufall aber wollte es, dass ein Eisenberger Bezirksliga-(Freizeit)kicker doch noch den Weg durch unsere Abwehr fand und den an diesem Tag gut aufgelegten Andreas Petri im Tor keine Chance ließ. Nach der 5minütigen Jubelparade des Eisenberger Coaches war es dann schon zu spät, sich noch auf´s Spiel zu konzentrieren und so verloren wir 0:1.Im zweiten Spiel gegen Klengel II war klar, dass ein zweistelliges Ergebnis möglich war. Zweistellig war dann jedoch nur die Anzahl der Chancen, die unsere Mannschaft versiebte. Höhepunkte waren hier der Schuss aus 1,43 Meter weit über das Tor in Richtung Rosterbude von Uwe Gatzemann und der gezielte Pfostenschuss von Rene Reinhardt. Zum Glück schafften wir es angesichts unserer Überlegenheit doch noch zwei Buden zu machen (R. Reinhardt, D. Schnöckel), und gewannen völlig verdient aber viel zu niedrig mit 2:0.
Im letzten Gruppenspiel ging es nun um den Einzug in die Finalrunde. Unser Gegner, die Tempelritter, baten um Fairplay, um ihren im Spiel vorher mit der Roten Karte ausgesonderten Spieler doch gegen uns einsetzen zu dürfen. Wir waren natürlich dumm genug, dem zuzustimmen. Auch hier wog das Spiel hin und her. Nach schöner Einzelleistung von Sylvio Kunz gingen wir dann mit 1:0 in Führung. Dann kam der Einsatz von unserem gut aufgelegten Torwart. Zunächst konnte er einen (durch eine der berüchtigten "Todesgrätschen" von Falk Röhler verursachten) Strafstoß halten. Wahrscheinlich dachte er aber, das es heute sein Tag ist und er das locker auch ein zweites Mal hinbekommt. Und um es gar nicht erst lang hinauszuschieben, übernahm er das Fouslpiel nicht einmal eine Minute nach dem ersten Strafstoß selbst, hatte dabei aber die Rechnung ohne den Schützen gemacht. Der haute den Ball nämlich völlig respektlos ins Tor. So hieß es am Ende 1:1 und bedeutete für uns das Aus nach der Gruppenrunde und einen guten 5. bis 9. Platz.......
Nur für Sylvio Kunz war das Turnier noch nicht beendet. Einstimmig beschlossen, vertrat er uns beim Zielweitschießen, und nur dem unrasierten Platz stand der Gewinn der zwei Kästen im Wege. So konnten wir uns in Ruhe auf die Tribüne begeben und durften noch großes Kino auf den beiden Kleinfeldern live erleben.
Fazit:
1. Ein fantastischer Einstand von Dietmar Schnöckel (Danke für die vielen Runden) konnte leider nicht mit einem Sieg vergoldet werden;
2. Das Greizer Schlosspils ist besser als sein Ruf;
3. Die Türklinken in Klengel sind schlechter als ihr Ruf;
4. Bis zum BSG-Stadtpokal haben wir noch einige Arbeit vor uns, um den Pokal in den eigenen Reihen halten zu können.

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