
Thüringer Landesmeisterschaft für Freizeitfußballer (10.10.2009)
Ein erfolgreiches Turnierjahr 2009 liegt hinter den Fußballern der BSG BfA Gera. Zum Abschluss gab es nochmals einen großen Erfolg zu feiern - Thüringer Vizemeister der Freizeitfußballer!
Hier der Bericht...
Was für ein Jahr – Wir sind Thüringer Vizemeister!
Das wohl erfolgreichste Turnierjahr der Abteilung Fußball unserer BSG neigt sich nun langsam dem Ende. Für den Schluss hatten wir uns aber noch etwas ganz besonderes aufgehoben. Mit unserer Qualifikation für die Endrunde der Thüringer Landesmeisterschaft für Freizeitfußballer auf dem Kleinfeld vor zwei Wochen haben wir ja bereits den bisher größten Erfolg seit Bestehen bei offiziellen Meisterschaften feiern können. Und als wir uns am 10. Oktober nach Jena zur Thüringer Endrunde aufmachten, fuhr viel Hoffnung und jede Menge Selbstvertrauen mit, auch hier positiv abzuschneiden. So viel, dass der Kofferraum von Neumitglied A. Strunz schon fast gar nicht mehr zuging. Als dann wenig später noch die zweitgrößte Fangruppe des Turniers extra nur für uns angereist war (siehe Foto unten) war klar, dass es ein besonderer Tag werden würde. Und es wurde Einer – und was für Einer!
Mit einer nahezu Top-Besetzung (nur M. Schramm und Ch. Kuhlmann fehlten gesundheitsbedingt) war die Hoffnung durchaus berechtigt. Dennoch war auch klar, dass wir an diesen Samstag auf die besten Freizeitkicker Thüringens treffen werden. Mit von der Partie waren der Titelverteidiger Spartak Erfurt (ja, sie lesen richtig: Nicht Moskau oder Prag – Erfurt!), der SV Motor Elmenthal 04, der KSV Langenschade, der Gastgeber USV Jena, die Hergertsklause Waldau und die Oldstars Leubingen.
Im ersten Spiel trafen wir auf den Gegner vom letzten Spiel der OTFB-Endrunde, den KSV Langenschade. Obwohl die Zuordnung in unserer Abwehr noch nicht ganz stimmte, ließen wir keine großen Chancen zu. Auf der Gegenseite machte vor allem Rene Fischer wie gewohnt jede Menge Druck. Eine der daraus resultierenden Chancen konnte er dann selbst zum 1:0 verwerten. Weitere Chancen ließen wir aber ungenutzt, so dass es bis zum Schluss dieser Begegnung, in der unser Gegner gegen Ende immer rustikaler zu Werke ging (und dabei auch nicht vor Beleidigungen mit Tiernamen halt machte), spannend aber letztlich beim doch verdienten Sieg unserer Elf blieb.
Nach einer kurzen Pause trafen wir in Spiel 2 auf die Südthüringer Vertretung des SV Elmenthal 04. Hier gaben wir noch mehr Gas, wollten rasch die Entscheidung. Dabei mussten wir aber auch bei den durchaus gefällig vorgetragenen Angriffen des Gegners ständig auf der Hut sein. Trotzdem konnte Heiko Rackwitz ein Überzahlspiel zum 1:0 Siegtreffer nutzen und wir hatten damit schon sechs Punkte auf der Haben-Seite. Ein Umstand, der sich drei Spiele später noch als äußerst wichtig erweisen sollte.
Im dritten Spiel trafen wir schließlich auf den Titelverteidiger Spartak Erfurt. (Nur zur Erklärung: Der Name rührt wahrscheinlich daher, dass der Anteil an Spielern aus dem Land unseres WM-Qualifiaktionsgegners vom gleichen Tage bei mindestens 98 % lag). In diesem Spiel boten wir kämpferisch sicherlich die beste Leistung des Tages auf. Im nach hinein mussten wir uns jedoch eingestehen, dass die taktische Marschroute wohl nicht so ganz richtig war. Wir zogen uns von Anbeginn an in die eigene Hälfte zurück und forderten damit den Gegner förmlich zum Kombinationsspiel auf. So lagen wir plötzlich 2:0 hinten. Nach einer Klasse-Flanke von links warf sich ein Erfurter mit der Hand dem Ball entgegen, und der Referee entschied auf 2-Minuten-Zeitstrafe für den Sünder und Neunmeter. Diesen konnte Rene Fischer sicher verwandeln. Nun stürmten wir auf das Erfurter Tor. Doch trotz Überzahl schlossen wir Angriffe zu hastig ab. Doch nicht nur das: Nach einem langen Ball zögerte unser Torhüter beim herauslaufen (Motto: Nimm du ihn, ich hab ihn auch nicht) und ein Erfurter konnte ohne Probleme zum 3:1 einschieben. Doch wir kamen noch einmal zurück. Einen Freistoß von der Mittellinie servierte Heiko Rackwitz in Manni Kaltz-Manier auf den Kopf von Rene Fischer, der 1 Meter vor dem Tor stehend den 3:2 Anschluss wieder herstellte. Doch auch hier war unsere Freude nur von kurzer Dauer. Nach einem weiteren schnellen Gegenzug versetzte uns der Gegner mit dem 4:2 den „Todesstoß“, das Spiel war gelaufen.
Die nun vorliegende längere Pause nutzten wir für Erholung und taktische Besprechungen. Im darauf folgenden Spiel trafen wir auf die Mannschaft der Hergertsklause Waldau. Eigentlich eine lösbare Aufgabe. Aber es lief nicht wirklich viel zusammen, Großchancen gab es auch keine Erwähnenswerten. So trennten wir uns 0:0 Unentschieden um gleich darauf ohne Pause gegen den späteren Letzten anzutreten.
Seit der letzten Woche haben wir ja hier augenscheinlich keine Versagensprobleme mehr. Der Gegner schaffte es tatsächlich viermal über die Mittellinie und zweimal bis vor unser Tor, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Wir dagegen bauten uns vor des Gegners Strafraum auf und warteten darauf, dass uns der Ball irgendwie zuflog – was auch regelmäßig klappte. So stand nach einem konsequenten Spiel unsererseits und nach Toren von Rene Fischer (2), Ronny Meyer (2), Heiko Rackwitz und Ronny Rieger (je 1) ein 6:0 Sieg zu Buche. Nun mussten wir im letzten Spiel noch gewinnen, um ohne fremde Hilfe Zweiter zu werden.
Gegen den USV Jena hatten wir ja erst vor zwei Wochen mit 0:1 verloren. Die Jenaer absolvierten gegen uns bereits ihr drittes Spiel ohne Pause. Dazu begann es noch zu Beginn des Spiels regnen. Das spielte natürlich alles uns in die Hände. Aber was nützt es, wenn selbst beste Chancen nicht genutzt werden. Da auch der Gegner noch seine Chancen hatte, mussten wir bis zur letzten Minute warten, bis Uwe Gatzemann (schon an des Gegners Pfosten festgewachsen) nach Ablage von Sylvio Kunz den Ball zum viel umjubelten 1:0 einschieben konnte. Damit war der zweite Platz oder besser gesagt der VIZEMEISTERTITEL gesichert.
Fazit: Mit diesem großartigen Erfolg geht ein tolles Turnierjahr zu Ende, welches ja mit einem Super-Turniersieg in Eisenberg begann. Was noch besser anmutet ist natürlich die Tatsache, dass sich nach der Beendigung von Fußballerkarieren einiger Mitglieder für uns nun auch die Tore für offizielle Meisterschaften weit offen stehen. Und wer weiß: Vielleicht steht ja im kommenden Jahr nicht mehr das „Vize“ vor dem „Meister“......
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